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Auto in praller Sonne - Hund tot

Auto in praller Sonne - Hund tot

[25. Juli 2008] Man meint einige Dinge sollte jeder Tierhalter wissen. Doch manche Hundebesitzer vergessen, dass Sie ihren Vierbeiner gerade im Sommer nicht im Auto zurücklassen sollten.

In Stuttgart unterschätzte am vergangenen Mittwoch die Halterin eines Cocker Spaniels die Strahlungskraft der Sonne und ließ das Tier bei frischen 22°C Lufttemperatur im Auto zurück.

Polizeibeamte hatten den Hund im abgestellten Fahrzeug in der Stuttgarter Urbanstrasse bemerkt und Lautsprecherdurchsagen gemacht, leider ohne Erfolg. Beherzt schlugen sie eine Scheibe ein und befreiten das Tier. Der Hund war bereits völlig apathisch und konnte nicht mehr selbstständig trinken. Er wurde darauf in eine Tierklinik gebracht und verstarb am Donnerstagmorgen. Die Hundehalterin wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt.

Das ihren Hund damit entsetzlichen Qualen aussetze war ihr wahrscheinlich nicht bewusst. Auch im Schatten, bei bedecktem Himmel oder bei noch relativ kühlen Temperaturen heizen sich Autos auf. In einem geschlossenen Wagen kann die Temperatur binnen kurzer Zeit auf bis zu 70°C steigen.

Wenn die innere Körpertemperatur eines Hundes auf mehr als 41°C steigt, entzieht der Körper dem Blut die Wasserreserven. Das Blut verdickt sich und der Hund stirbt unter heftigem Ringen nach Luft an Kreislaufversagen - er erstickt.

Lassen Sie Ihren Hund nie allein im Auto zurück. Es reicht auch nicht, das Fenster ein bisschen zu öffnen und dem Tier einen Wasservorrat zu lassen.

Passanten die bei größerer Hitze ein Tier in einem Auto sehen, sollten sich nicht scheuen und sofort die Polizei verständigen.

Erste Hilfe bei tierischen Notfällen

Es gibt Situationen, mit denen sich kein Tierhalter gern konfrontiert sehen möchte. Trotzdem ist es wichtig, in Notfällen einen klaren Kopf zu bewahren und schnellst- möglich zu handeln.

Hier finden Sie die 10 wichtigsten Erste-Hilfe-Tipps:

Bewusstlosigkeit:

  • Zunge vorlagern
  • Atemwege von Erbrochenem oder Blut befreien
  • Kopf tief lagern
  • Umgehender Transport in die Tierarztpraxis

Vergiftungen:

  • Keine speziellen Notfallmaßnahmen durch Tierhalter möglich
  • Umgehender Transport in die Tierarztpraxis
  • Alle verfügbaren gifthaltigen Substanzen (Restmaterial, Verpackung, Köder, Kot und Erbrochenes des Tieres) zum Giftnachweis mitbringen

Verbrennungen:

  • Reichliches Abduschen mit kaltem Wasser
  • Danach für Transport mit kalten, feuchten Tüchern abdecken
  • Umgehender Transport unter nassen Tüchern zur Tierarztpraxis

Hitzeschlag:

  • Tier an einen schattigen, gut klimatisierten Ort bringen
  • Tier in nasse, kalte Tücher einwickeln oder vorsichtig mit kaltem Wasser (Gartenschlauch, Duschbrause) abduschen
  • Bei Bewusstlosigkeit: Zunge vorlagern und Fremdmaterial (z. B. Erbrochenes) aus Rachen entfernen
  • Umgehender Transport unter nassen Tüchern zur Tierarztpraxis

Starke Blutungen:

  • Druckverband, Kompressen in Wunde drücken
  • Abbinden (Gürtel o. ä.)

Akute Lähmung:

  • Tier vorsichtig lagern (Wirbelsäule!!)
  • Transport nur auf fester Unterlage (Brett o. ä.)

Rippenbrüche mit instabiler Brustwand:

  • Lagerung des Tieres auf betroffener(!) Seite

Knochenbrüche:

  • Mit feuchten, sauberen Tüchern (steril aus Verbandskasten) abdecken
  • Vor Selbstverstümmelung schützen

Augenverletzungen /-verätzungen, Vorfall des Augapfels:

  • In Hornhaut eingedrungene Fremdkörper nicht(!) selbst herausziehen
  • Abhalten vor weiteren Verletzungen durch Scheuern oder Reiben
  • Bei Vorfall des Augapfels Abdeckung und Kühlung des Auges mit in kaltem Wasser getränktem, sauberem Tuch (Geschirrtuch, Stofftaschentuch)
  • Bei Verätzungen mehrminütiges Spülen das Auges mit körperwarmen Leitungswasser
  • Verursachende Substanz als Nachweis zum Tierarzt mitbringen

Quelle: www.tierrettung24.de

Autor: Diana Steinberger -- 19.1.2010 8:56:11

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